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Im Test: OAK25 Daybag

Auf Instagram sah ich vor kurzem erst Werbung für Rucksäcke, die aus reflektierendem Material bestehen und die eigene Sichtbarkeit im Straßenverkehr deutlich erhöhen sollen. Doch sind sie auch bequem? Ich durfte es ausprobieren.

Vielleicht seid ihr in den sozialen Medien oder Zeitungen auch schon darüber gestolpert: Ein Fahrrad-Rucksack, der die oder den Tragende*n mit seinem reflektierendem Material für alle anderen Verkehrsteilnehmer noch einmal deutlich sichtbarer machen soll. Ein Gegenentwurf zum sonst eher schwarz-schlichten Design. Der Clou: Die Idee stammt von zwei Hamburger Jungs, die noch während ihrer Schulzeit an dieser Idee feilten und jetzt mit gerade einmal 18 und 19 Jahren ihr eigenes Rucksack-Startup aufgebaut haben.

Dass das mit dem Reflektieren funktioniert, glaube ich den beiden sofort. Doch was ich bei einem explizit für Radfahrer aufgelegten Rucksack persönlich viel wichtiger finde: Ist er auch bequem? Ich durfte mir den Daybag mal genauer ansehen, den mit 17 Liter Fassungsvermögen etwas kleineren Bruder des 19 Liter großen Luminant Bag, der auch noch einmal über etwas mehr Reflektorfläche verfügt.

Sehr leicht und gut organisierte Fächer

Zuerst geht’s ans Packen: Zwar bin ich aktuell die meiste Zeit im Home-Office bzw. der Home-Uni, aber für den Test simuliere ich mal das Pendeln dorthin. Also müssen mit: Laptop, Block, Stifte, Kabel, Trinken, Buch und Fahrradschloss. Was mir direkt auffällt: Vor dem Laptopfach gibt es noch ein breites Gummiband, hinter dem der Collegeblock oder andere wichtige Papiere gut festgehalten werden können. Ebenfalls schön: Die kleine Innentasche mit Reißverschluss sowie ein eigenes Fach im Deckel des Rucksacks. Das sind nicht zu wenig Fächer, aber auch nicht zu viele – genau richtig für diesen Zweck. Der Rucksack selbst ist sehr leicht und bringt bei mir gerade einmal 730 Gramm auf die Waage. Mit Gepäck komme ich dann auf ordentliche 5,8 Kilogramm – mehr als genug für den Komfort-Test.

Alles für den Arbeits- oder Unitag dabei und immer noch etwas Luft
Der Abstand der Riemen wirkt etwas eng, fiel beim Tragen aber gar nicht mehr auf

Und der verläuft ohne größere Vorkommnisse: Der Rucksack sitzt bequem, er liegt auch gut am Rücken an. Zwar bietet er keine spezielle Belüftungs-Technik wie einige andere Radtaschen-Hersteller, aber trotz des warmen Frühlingstages merkte ich wenig von stauender Hitze oder Schweiß. Die Riemen liegen etwas eng beieinander und wirken von außen fast zu eng, beim Tragen habe ich dort aber keinen Nachteil bemerkt. Im Gegenteil: So bleibt der Rucksack immer in Position und rutscht nicht von den Schultern. Das gleicht auch aus, dass keine eigene Schnalle zum Verbinden der beiden Riemen angebracht ist, die sonst so etwas verhindert.

Ungeplant getestet: Nicht nur reflektierend, auch wasserabweisend

In der Dämmerung geht’s dann noch zum Reflektions-Test unter die dunklen Eisenbahn-Brücken. Und der fällt wie erwartet sehr gut aus. Im Kamerablitz ist die reflektierende Fläche selbst für die Kamera zu hell. Schlau: Nicht nur hinten reflektierts, sondern auch vorne an den Trageriemen. Aber leidet die Materialqualität zugunsten der Sicherheit? Am Freitag durfte der Rucksack ungeplanterweise bereits kurz im Regen zum Einsatz kommen und zeigte, dass er das ebenfalls mit links wegsteckt. Dabei fielen mir eh die recht hochwertig wirkenden und wasserabweisenden Materialien auf. Genau das richtige für Allwetter-Pendler.

Der Daybag reflektiert nicht nur ganz schön gut von hinten…
…sondern auch von vorn

Fazit

Die 10 Kilometer zur Arbeit blieb der Rucksack quasi unbemerkt auf dem Rücken, Komfort-Test also mehr als bestanden. Im Anschluss simulierte ich noch eine ausgedehnte Rückfahrt über 50 Kilometer. Klar, nach etwa zwei Stunden merkt man irgendwann jeden Rucksack am Rücken. Der OAK25 Daybag blieb jedoch trotzdem bequem zu tragen. Einziges persönliches Manko: Das Fassungsvermögen von 17 Litern reicht zwar vollkommen für alles für Arbeit und Uni aus, aber in meinem besonderen Fall bräuchte ab und an immer noch Wechselkleidung – dafür wäre er dann zu klein.

Auf einen Blick

Hersteller: OAK25, Hamburg
Preis: 95,00 Euro
Fassungsvermögen: 17 Liter
Gewicht: 730 Gramm

Pro

  • Laptopfach (14 Zoll)
  • Gummi zum Sichern von Block etc.
  • hochwertige Materialien
  • viel Reflektorfläche
  • wasserabweisend
  • sehr geringes Eigengewicht
  • trägt sich bequem

Contra

  • Riemen wirken etwas eng

Der Rucksack wurde für diesen Test von OAK25 zur Verfügung gestellt.

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