Ritt ins Land der Täler

Veröffentlicht am April 29th, 2012 von Philipp

Gemeint sind natürlich Extertal und Kalletal.
Da heute in Detmold und Umgebung, wie jedes Jahr, der Hermannslauf ausgelaufen ausgetragen wurde, musste ich meine geplante Senne-Rundfahrt leider verlegen. Zuvor hatte ich mir für den heutigen Tag einen Trip zum Steinhuder Meer vorgenommen, diesen aber zu Gunsten meiner Tiefschlafphasen verworfen. Nun saß ich da und überlegte, wo es mich denn hintreiben sollte, da ich lange nicht mehr im Exter- und Kalletal war, fiel die Wahl nicht schwer, jedoch kostete es mich Überwindung, da ich viel Lieber Panzerwracks in der Senne beguckt hätte.

Um 14 Uhr saß ich dann endlich im Sattel, anfangs drückte er unangenehm in Schritt und Gesäß, da ich dieses Jahr erst einmal mit kurzer Hose gefahren bin, deshalb konnte sich mein Popometer noch nicht an so wenig Polsterung gewöhnen. Zum Glück spürte ich nach 10 Minuten nichts mehr davon und konnte den Wind so richtig genießen.  -haha-

Hätte ich gewusst, dass mir nun knapp 100 Kilometer, mal mehr mal weniger, Gegenwind bevorstehen, wäre ich wahrscheinlich umgekehrt. Ich fuhr raus über Mosebeck und Donop, um durch Wendlinghausen nach Hillentrup zu fahren, doch dort war die Mittelstraße auf Grund von Bauarbeiten gesperrt. Hätte ich das gewusst, wäre ich von Anfang an mit dem MTB gefahren. Also musste ich der Umleitung folgen, die über bereits frisch asphaltierte Straße ging. Außerplanmäßig fuhr ich zur Burg Sternberg hoch und beschloss, da ich nun von meiner Route abgekommen war, diese einfach gegen den Uhrzeigersinn zu fahren. Also von Linderhofe Richtung Lüdenhausen nach Almena, von dort über Asendorf, Brosen und Hillentrup nach Hause.


Auf den Weg nach Almen nervte mich vor allem der starke Seit- und Gegenwind, aber das – so dachte ich – müsste ja auf dem Rückweg für mächtig Rückenwind sorgen. Denkste, Philipp, denkste.

Der einzige mit Rückenwind, war ein Opa auf seinem eBike.

Die Renten sind also doch noch zu hoch in Deutschland. Ein paar Steigungen und Motorradfahrer später verließen mich auf einer ungeschützten Straße zwischen Brosen und Niedermeien meine Kräfte, da der Wind eine Nummer zu Hart für mich war. Also musste ich in Niedermeien eine Pause einlegen und mich maßlos ärgern, dass ich bei über 100km nichts essbares dabei hatte, selbst bei den Getränken habe ich mich mit Leitungswasser begeizt – in mir steckt halt doch ein Lipper.

10 Minuten später, ließ ich mich dann den Berg nach Hillentrup runterrollen. Kurven räubern macht doch noch am Meisten spaß.

Wie so oft gibt es zum Schluss noch ein paar Impressionen ;-)

Das Problem mit dem Schweinehund

Veröffentlicht am April 27th, 2012 von Maximilian
20% Steigung. Schweinehund: "Du könntest jetzt auch umdrehen."

20% Steigung. Schweinehund: "Du könntest jetzt auch umdrehen."

Meistens fängt es schon vor der eigentlichen Tour an: “Fahre ich überhaupt los? Der Wind weht so stark.”, “So richtig scheint die Sonne nicht.” Oder: “Ich könnte jetz tauch schön einen Film auf dem Sofa gucken.” Gemeint ist der innere Schweinehund, der auch mich schon häufiger von einer Rennradtour abgehalten hat. Doch auf der Tour kommen dann neue Probleme: “Fahre ich den Berg da wirklich hoch? Es gibt auch eine flachere Strecke.” Oder: “Fahre ich wirklich so weit? Ich muss ja auch wieder zurück.”

Als ich heute morgen aufgestanden bin – ich hatte mir am Abend vorher fest vorgenommen, heute zu fahren – schlug tatsächlich der erste Schweinehund zu. Da lächelte mich auf einmal mein Computer so nett an. Ich saß bestimmt 10 Minuten auf meinem Bett – von außen still, aber von innen wilde Dialoge mit meinem Schweinehund führend – bis ich den Schweinehund dann letztlich aufgrund der Sonne, die nun zwischen den Wolken hervor kam, überreden konnte. Glück gehabt! Dann also schnell in die Rennradklamotten geschlüpft, heute ohne Ärmlinge und sogar mit kurzer Hose (ich hab es im letzten Artikel ja versprochen!), dafür dann mit Beinlingen, denn so warm war es nun auch wieder nicht.

Ich hab sogar mein Versprechen gehalten und bin in kurzer Hose gefahren

Ich hatte mir für heute ein wenig Intervall-Training am Hermann vorgenommen. Nach einer kurzen Warm-Up Runde ging es das erste Mal vom Schling aus hoch, und da es so gut klappte, direkt von Hiddesen aus auch wieder hoch. Als ich nach diese zwei Höhentouren wieder unten im Schling war und ich eigentlich noch ein drittes Mal den Hermann hoch wollte, schaltete sich der Schweinehund tatsächlich wieder ein. “Zwei Mal waren doch genug.” – “Zu Hause wartet der Computer.” – “Du bist doch schon erschöpft.” Zu allem Überschuss war es nun auch noch bewölkt. Kurz bevor ich tatsächlich umdrehte, um nach Hause zu fahren, kam die Sonne wieder heraus – und die hat alle anderen Argumente in den Schatten gestellt. Also noch ein drittes Mal hoch, und dann nicht direkt nach Hause (Nein, Schweinehund! Du darfst jetzt nicht nach Hause!) sondern noch einen Abstecher über Heidenoldendorf und Pivitsheide gemacht. Die 40km haben sich gelohnt, denn nächste Woche soll es mal wieder weiter weg gehen. Und der Schweinehund kann dann mal was erleben! Nur wegkriegen tut man ihn eh nicht…

Einen interessanten und lesenswerten Bericht über den Schweinehund habe ich übrigens auf trainingsworld.com gefunden – Hier gehts zu diesem Bericht. Hilft auch ein wenig, den eigenen Schweinehund besser kennenzulernen!

Frühling im Schling

Veröffentlicht am April 27th, 2012 von Maximilian

Wunderbarer Bergblick in Schling

Das letzte Mal mit der langen Hose

Veröffentlicht am April 25th, 2012 von Maximilian

Sonnenschein am Hermann… das habe ich zumindest gedacht, als ich heute mit langer Hose und Ärmlingen losgedüst bin. Die erste Hälfte der Tour über Horn war diese winterliche Bekleidung bei ca. 13° C doch recht hilfreich. Als dann am Hermann jedoch die Sonne zeigte, was sie im April schon drauf hat, kam ich schnell ins Schwitzen (schneller als sonst?!) und riss mir schnell die Ärmlinge vom Leib. Leider hab ich keine Beinlinge gehabt, aber so konnte wenigstens keiner meine unrasierten Beine sehen. Kam mir aber trotz des herrlichen Wetters keiner entgegen, also wäre das auch egal gewesen.
Da ich ja mittlerweile keine Schule mehr habe, nutze ich jetzt die Vormittage für kleinere Trainingseinheiten. Bald hoffentlich auch mal wieder eine größere Tour – spätestens nach der letzten Abiklausur. Und dann – je nach Wetter – hoffentlich auch mit kurzer Hose.