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Berlin-Brandenburg Max

Immer im Kreis – Zwift Real Life Edition

Da war sie: Die ersehnte Wolkenlücke am letzten Sonntag. Also rauf aufs Rad, um wenigstens im Trockenen zu starten. Das Ziel: Runden ziehen á la Zwift – nur eben in echt, auf dem Tempelhofer Feld.

Wenn ich innerhalb der Stadtgrenzen trainieren möchte, dann gibt es ja mit der Ostkrone oder dem Grunewald zwei bereits ziemlich gute Strecken, auf denen man auch bei Nacht, Nebel, Kälte und Regen gut Kilometer machen kann. Das Tempelhofer Feld, ebenfalls direkt um die Ecke, blieb bis auf wenige Ausnahmen bisher immer außen vor – vor allem, weil dort noch viele andere Sportler unterwegs sind und es mitunter recht eng werden kann. Am letzten Sonntag schien mir das Wetter allerdings schlecht genug, so dass der ehemalige Flughafen entsprechend leer sein müsste. Also rein in die dicken Klamotten und los.

Regentag im sonnigen Januar

Bisher war der Januar wettertechnisch unglaublich gut und warm, so dass ich in den ersten Wochen des Jahres so viele Kilometer wie noch nie gefahren bin und vor allem stolz darauf bin, diese alle nicht auf dem Rollentrainer absolviert zu haben – letztes Jahr sah das noch anders aus. Ein bisschen Zwift-Feeling sollte heute aber trotzdem aufkommen, denn eine Runde auf dem Tempelhofer Feld ist gerade mal knapp fünf Kilometer lang, es ging also eigentlich nur im Kreis.

Wind Nordostwest, Startbahn Null-Drei

Wenig Radfahrer, viele Jogger

Wie beim virtuellen Fahren kann man aber sogar auf dem Feld etwas Abwechslung reinbringen: Mit oder gegen den Uhrzeigersinn, mal eine der zwei Start- und Landebahnen mitnehmen oder bei den Wegen etwas variieren. Am Ende hatte ich dann aber eine Strecke gefunden, die mir gut gefällt und trotz starkem Wind gut fahrbar ist. Einige andere Leidensgenossen sah ich Runde für Runde wieder. Viele Leute waren tatsächlich nicht unterwegs – die meisten, die sich nach draußen trauten, waren Jogger.

Kalte Hände und nasse Socken

Nach acht Runden und etwa 50 Kilometern hatte ich genug und in meinen eigentlich dichten Winter-Radschuhen mittlerweile auch so viel Regenwasser gesammelt, dass ich meine Flasche wieder hätte auffüllen können. Fazit: Wenn wenig los ist, lässt es sich auch auf dem Tempelhofer Feld ganz gut trainieren. Zwar ist das Rundenfahren auch nicht sonderlich spannend, aber im Gegensatz zum Rollentrainer gibt es Wind und Luftwiderstand und etwas mehr Abwechslung. Was fehlt: Höhenmeter, die gibt es in Berlin im kleinen Maße sonst nur auf der Hausrunde im Grunewald.

Die Runden auf Strava

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