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London Max

Stadtflucht mit Pannen

Essex

Am Dienstag begab ich mich nach einigen Wochen Rennrad-Abstinenz mal wieder aufs Rennrad, weil ich das Jucken in den Beinen kaum aushalten konnte. Bisher hinderten mich meist der Innenstadtverkehr und der Umstand, erst mit der Tube nach draußen zu fahren, an der richtigen Laune. Da ich auch immer noch keine Lust auf eine überfüllte Central Line im Feierabendverkehr hatte, plante ich also schnell eine Route abseits der überfüllten Straßen ins nördliche Essex.

Da wird's eng
Da wird’s eng

Doch die Rush-Hour meinte es zuerst nicht so gut mit mir und ich fühlte mich teilweise wie der „fahrende Ritter“ aus „Harry Potter“, als ich mich zwischen zwei Doppeldeckern hindurchquetschte. Glücklicherweise blieben die Busse mein einziger Gegner im Stadtgewusel, da ich als Radfahrer auf den Busspuren gekonnt an den kilometerlangen Staus vorbeiziehen konnte. Schneller als gedacht landete ich also in den ersten suburbaneren Stadtteilen Londons und von dort war es nur noch ein Katzensprung ins Grüne.

Panne in Abridge
Panne in Abridge

Es war herrlich, mal wieder eine Landstraße unter den Laufrädern zu haben und links und rechts nichts außer Feldern, Wald oder Seen zu sehen. Die Anzahl der Autos nahm auf den Straßen nördlich von London bald ab, und immer häufiger begegneten mir andere Rennradfahrer, die ihre Feierabendrunden zogen. Innerlich schon komplett am Abschalten war ich dann in dem kleinen Dorf Abridge nicht genau auf die Straße und fuhr in eine fiese Baumnadel hinein, die mir sofort einen Platten verpasste. Als ob es nicht eh schon eine unglückliche Situation war, brach mir dann auch noch der Griff der Handpumpe ab. Ein Trost: So ziemlich jeder Radfahrer, der an mir vorbeifuhr, bot mir seine Hilfe an und fragte, ob alles ok sein. Von der britischen Höflichkeit müssten sich einige Deutsche noch etwas abgucken. Geflickt ging es dann zur nächsten Tube-Station, da ich mich nicht mehr auf eine größere Runde wagte.

Die Tour auf Strava

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