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Ostwestfalen-Lippe Philipp

Sonntagsrunde Nieheim / Marienmünster

Lange ist es bei mir her, dass ich das letzte mal auf dem Rad war. Doch nun geht es hoffentlich etwas kontinuierlicher aufs Canyon, da mein Studium sich dem Ende neigt und das Stressigste überstanden ist.

Keine Ausreden am Sonntag

In den letzten Wochen und Monaten fiel es mir leicht dem inneren Schweinehund zu gehorchen, zu bequem war das Bett nach Feierabend. Aber am heutigen Sonntag sollte alles anders sein! Die Sonne lacht und kitzelt auf der Haut. Am Vortag wurde das Rad auf Hochglanz gebracht und eingestellt. Beste Voraussetzungen für einen „flow“

Sonne, Wind und Wind

Auf den ersten Metern der Tour erfreute ich mich besonders am frischen Wind und der Sonne, die sich sehr warm und angenehm auf der Haut anfühlte. Doch kaum verließ ich das Stadtgebiet Richtung Fromhausen schlug meine Euphorie in Hass um. Wie konnte ich mich bloß über Wind freuen? Eine „steife Brise“ schlug mir ins Gesicht und brachte mich auf dem Rad ins Schlingern. Vielleicht lag letzteres auch an mangelnder Fahrpraxis, aber dennoch war der Wind ein gemeiner Gegner. Unerwartet und mit voller Härte pustete er auf freiem Feld.

Wind und Steigungen

Die Steigung nach Pömbsen forderte mich heute besonders, da mir selbst am Hang der Wind entgegenwehte. In Gegenrichtung flogen ein paar Rennradler an mir vorbei – die hatten es ja auch gut, wurden sie schließlich vom Wind unterstützt. Ich überholte trotzdem einen sportlichen Radfahrer, der leider nicht zu einem kurzen Plausch aufgelegt war. Schade.

Neue Wege

Normalerweise biege ich in Pömbsen nie Richtung Erwitzen ab, da ich die Gegend um Marienmünster nicht kenne, obwohl ich mit dem Auto schon 1000x über die B239 gefahren bin. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Zwar begleitete mich der Wind weiterhin, aber die Landschaft entschädigte mit kilometerweitem Ausblick.

Kunstwerk am Wegesrand
Kunstwerk am Wegesrand

Den absoluten Höhepunkt meiner gegensätzlichen Gefühle erreichte ich am Wildpark Bornholz. Hier erdrückte der Wind teilweise meine Atmung, aber der Blick auf den Köterberg und den Aussichtsturm auf dem Hungerberg neben der Abtei in Marienmünster lassen dies vergessen.

Ein neuer KOM

Fast schon unerwartet verbündete sich der Wind mit mir und pustete ordentlich in meinen Rücken. Auf dem Abschnitt zwischen Hagedorn und Steinheim verhalf er mir zu einem unerwarteten KOM – und dabei bin ich untrainiert ;-)

Fazit

Die Strecke ist absolut perfekt und wird definitiv wiederholt bzw. Richtung Weser ausgebaut. Leider sind manche Straßen in erbärmlichen Zustand, sodass mein Rad fiese Knackgeräusche von sich gab, die wohl von der Sattelstütze ausgehen (Montagepaste ist bestellt). Schön ist aber, dass die Mehrheit der Straßen um Steinheim, Nieheim und Marienmünster fast neu sind und es sich furchtbar gut rollen lässt. Achja: Den Weserradweg will ich auch bald mal in Angriff nehmen, aber dann mit dem MTB!

Die Tour auf Strava

 

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