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USA 2016

Ausflug ins Universum

Das Griffith Observatory ist aufgrund des vielen Lichts aus der Stadt zwar nicht mehr voll in Funktion, bietet aber immer noch einige Ausstellungen und Shows an
Das Griffith Observatory ist aufgrund des vielen Lichts aus der Stadt zwar nicht mehr voll in Funktion, lädt aber immer noch auf eine Reise in die Weiten des Universums ein

Heute ging es nicht nur hoch hinaus, sondern noch viel weiter: Im Griffith Observatory stand ein Ausflug in weit entfernte Welten an.

Wo sind Touristen weniger schlimm?

Bevor der Tag richtig begann, stand noch eine Entscheidung an: Wo soll es heute hingehen? Zwei Dinge hatte ich noch auf meiner Bucket-List: Einerseits wollte ich noch einmal an die Küste nach Santa Monica und/oder Long Beach, außerdem wollte ich noch Richtung Hollywood Sign und Griffith Obversatory. Die Überlegung: Am Samstag würde es an beiden Orten nur noch mehr voller Touristen wimmeln. Was würde da weniger anstrengend sein? An der Küste würden sich Menschenmassen besser verteilen, war mein Gedanke – und die Entscheidung gefallen. Per Bus ging es also Richtung Griffith Park, oder besser gesagt so nah wie möglich ran. Der Rest musste zu Fuß zurückgelegt werden – und der Weg war steiler als gedacht. Zuerst noch durch schicke Siedlungen, dann über Sandwege im Park.

Ein Stück echter Mondstein
Ein Stück echter Mondstein

Eingeschränkte Aussichten

Tatsächlich waren heute anscheinend nicht ganz so viele Touristen unterwegs, was die Wanderung recht entspannt machte. Auf dem Weg zur Sternwarte konnte man schon die ein oder andere gute Aussicht über Los Angeles genießen – auch wenn die Skyline oder das Hollywood-Sign in der Ferne im Smog der Stadt verschwanden. Ob es tatsächlich Abgase oder vielleicht aus Santa Barbara hergewehte Folgen des Waldbrandes waren, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Mit der Zeit wurde die Stadt aber tatsächlich etwas mehr sichtbar. Sichtbar wurde nach wenigen Metern auch bereits das Observatorium, zu dem es aber noch einige Höhenmeter zurückzulegen galt.

Ausblick über die Downtown L.A., deren Skyline im Smog verschwindet
Ausblick über die Downtown L.A., deren Skyline im Smog verschwindet

Auf der Reise zu den Sternen fast eingeschlafen

Kaum angekommen, fand ich mich auch schon am Schalter für die Planetarium-Shows wieder – die wurden nämlich in einigen Reviews auf Google gelobt. Bevor die Vorstellung startete, guckte ich mir aber bereits ein paar der Ausstellungen an, in denen man einiges über die Anfänge der Astronomie bis hin zu den heutigen Techniken über das Gucken in weit entfernte Galaxien lernte. Die Show selbst war dann noch einmal ein Highlight für sich – das letzte und einzige Mal war ich bisher als Kind mit meiner Mutter in Berlin im Planetarium, aber das ist schon eine Weile her. Und so genoss ich die faszinierende Reise in den Weltraum. Die Sitze waren sogar so bequem, dass ich zwischendurch Gefahr lief, einzunicken. Doch auf der anderen Seite war die Vorstellung viel zu schön, als dass man etwas davon verpassen wollte.

Auch das nicht weit entfernte Hollywood-Sign verschwand im Smog
Auch das nicht weit entfernte Hollywood-Sign verschwand im Smog

Reise durch unser Sonnensystem

Leider war das Spektakel dann am Ende viel zu schnell vorbei – ich hätte hier noch ewig liegen können (und hätte unter dem künstlichen Sternenhimmel wahrscheinlich auch sehr gut geschlafen). Im Anschluss nutzte ich meine Zeit noch aus und guckte mir die weiteren Ausstellungen an. Besonders interessant waren noch die auf den Punkt gebrachten und durch viele Ausstellungsstücke sehr informativen Stationen über unser Sonnensystem und unsere Nachbarplaneten. Es gab sogar einige extraterrestrische Steine zum Anfassen und als Highlight echtes Mondgestein (leider nicht mehr zum Anfassen). Doch auch der Blick in die Milchstraße und darüber hinaus war faszinierend und ich musste mich an so mancher Stelle aus meinen Tagträumen über diese weit entfernten Welten wecken.

Vorbereitungen für die letzte Etappe

Als es bereits wieder Nachmittag wurde und mir auffiel, dass ich den halben Tag in dem Observatorium verbracht hatte, ging es zurück Richtung Hollywood Boulevard, wo ich mir ein frühes Abendessen gönnte. Anschließend machte ich mich so langsam auf den Rückweg und ließ den Abend bei etwas Netflix und Zusammensitzen mit meinen Mitbewohnern ausklingen. Daneben habe, wie bereits in den Tagen zuvor, schon einmal etwas Zeit damit verbracht, die letzten Etappen bis San Francisco zu planen. Nicht nur die Route, sondern auch bereits die Übernachtungen. Auf den letzten Metern will ich nichts dem Zufall überlassen. Ein paar Hosts aber sogar bereits zugesagt. Doch etwas Sorgen macht mir momentan der Waldbrand in Santa Barbara – nach aktuellem Stand könnte ich diese Etappe wahrscheinlich nicht fahren und müsste mir noch eine Alternative, zum Beispiel den Zug, überlegen.

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