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USA 2016

New York City

Am Times Square fällt es besonders schwer, sich nicht wie ein Touri zu benehmen
Am Times Square fällt es besonders schwer, sich nicht wie ein Touri zu benehmen

Mittlerweile ist mein erster richtiger Tag in den USA auch schon wieder um. Heute habe ich einerseits einen auf Touri gemacht (natürlich ohne sich dabei wie einer zu benehmen) und andererseits die letzten organisatorischen Dinge erledigt.

Noch ein paar Details zur Ankunft

Aber noch einmal kurz einen Schritt zurück: Gestern Abend bin ich ja auch noch angekommen. Der Flug war wieder sehr angenehm, obwohl ich doch nicht wie erwartet einen Platz am Notausgang hatte. Nicht schlimm, meine Beine hatten trotzdem Platz. Und das Entertainment-Angebot wurde seiner Anpreisung sogar so gerecht, dass ich mir das Buch hätte sparen können. Letztendlich kamen wir dann auch noch eine Stunde eher als geplant an – mussten dann aber dann noch etwa eine halbe Stunde auf ein freies Gate warten. Und da bei der Passkontrolle gerade „Schichtwechsel“ war und nur ein Cop den Flug abfertigte, hatte sich das mit der gewonnenen Zeit eh erledigt.

Auf zum Parkplatz

Dann ging alles ganz schnell. Mein Rad stand schon bereit, schnell noch durch die Gepäckkontrolle und dann durfte ich schon raus in die freie Welt. Mit dem kostenlosen Airtrain bin ich zu einem Parkplatz gefahren, das Aussteigen an der U-Bahn-Station hätte nämlich Geld gekostet. Jetzt ging es ans Eingemachte: Das Rad musste aufgebaut werden, gleichzeitig wusste ich in dem Moment noch nicht, ob alles heile geblieben war.

Kein Verkehr auf New Yorks Straßen
Kein Verkehr auf New Yorks Straßen

Die ersten Kilometer auf einem anderen Kontinent

Erleichterung: Alles war heile, das Rad war fix aufgebaut. Am Ende hatte ich nur kurz ein schlechtes Gewissen, als ich den großen Rad-Karton einfach neben einem Mülleimer abstellte – ich befürchtete schon die Schlagzeile „JFK wegen unbekannten Pakets evakuiert“. Bisher ist nichts passiert, Glück gehabt. Und schneller als Gedacht rollte ich auch schon auf einer amerikanischen Straße. An sich fühlte es sich nicht anders an, aber der Gedanke, auf einem komplett anderen Kontinent zu fahren, machte den Moment dann doch irgendwie besonders. Nach kurzer Zeit kam ich auf einen gut ausgebauten Radweg. Hier haben sich meine Marathon-Mäntel direkt ausgezahlt gemacht, da etwa 50% mit Scherben bedeckt waren. Allgemein waren die Straßen recht dreckig, dafür vom Zustand aber nicht unbedingt schlimmer als in Deutschland.

Den Heimweg überlebt

Mulmig wurde mir erst, als ich die ersten Wohngebiete in Brooklyn erreichte. Auch wenn es den Häusern nach sehr nett aussah, so war es doch etwas komisch, von respekteinflößend großen Autos und Trucks überholt zu werden und dann auch noch gleichzeitig an der Ampel mit ihnen stehen zu bleiben. Erst in diesem Moment wurde mir klar, dass hier ja theoretisch jeder eine Waffe haben könnte. Ich vermied also sicherheitshalber Augenkontakt und konzentrierte mich voll auf den Weg. Eine grüne Welle scheint es hier nicht zu geben, ebenso keine Räumzeit (also nie bei gelb fahren). Und gibt es hier so etwas wie eine StVO? Ihren Blinker haben nur wenige genutzt, manche fuhren dafür durchgehend mit Alarmblinker, bei anderen war das Bremslicht gleichzeitig der Blinker. So viele Eindrücke auf so wenigen Kilometern.

Volles Touri-Programm

Nachdem ich mich dann heute Nacht von den vielen Eindrücken erholt hatte, stand heute etwas Touri-Programm auf dem Plan. Zuerst ging es per Subway zum Rockefeller Center, dann zum Times Square, Empire State Building und zum Broadway. Den bin ich dann einmal komplett heruntergelaufen und habe dabei auch die Eigenarten der verschiedenen Stadtteile in Manhattan durchlebt. Abschwenker gab es noch zur Wall Street oder zum Ausblick auf die Freiheitsstatue. Zwischendurch habe ich im Madison Square Garden noch die Sonne genossen – die schien den ganzen Tag so gut, dass ich jetzt sogar einen leichten Sonnenbrand im Nacken habe (und das bei 15°C).

Pause zum Sonne-Tanken am East River
Pause zum Sonne-Tanken am East River

Einmal durch alle Stadtteile Manhattans

Am Nachmittag habe ich mir dann das eindrucksvolle 9/11-Memorial angesehen. Anschließend bin ich weiter zur Highline, einem auf einer alten Hochbahnstrecke gebauten Park. Auch den bin ich einmal fast abgelaufen und dann weiter nach Greenwich Village, wo ich noch das Haus aus „Friends“ fotografieren wollte.

In Greenwich steht das Haus, das in "Friends" als Außenkulisse dient. (Ich habe die Serie nie geguckt, aber Ines wollte so gerne ein Foto.) Außerdem war die Gegend sehr schön
In Greenwich steht das Haus, das in „Friends“ als Außenkulisse dient. (Ich habe die Serie nie geguckt, aber Ines wollte so gerne ein Foto.) Außerdem war die Gegend sehr schön

Erste Tat: Für LTE sorgen

Heute morgen war ich auch noch direkt bei T-Mobile und habe mir eine SIM-Karte für die drei Monate geholt. Die BingeOn-Variante konnte ich zu meinem Prepaid-Tarif leider nicht dazubuchen, sonst hätte ich Netflix & Co auch unterwegs gucken können, ohne dass mein Datenvolumen belastet wird. Am Nachmittag war ich noch bei einem Outdoor-Laden, wo ich mir noch etwas Camping-Ausrüstung zugelegt habe. Statt einem Gaskocher habe ich mir übrigens einen Kocher zugelegt, der mit einer Art Grillanzünder-Klötzen funktioniert – Made in Germany und sogar mit deutscher Verpackung. Das ist sogar noch kleiner und leichter, mal sehen wie er sich dann im Einsatz macht.

Sich auf der Highline wie eine Eisenbahn fühlen
Sich auf der Highline wie eine Eisenbahn fühlen

Burger zum Abendbrot

Kulinarisch habe ich mich übrigens bereits perfekt auf die amerikanische Lebensweise eingestimmt: Zum Mittag gab es einen Hot-Dog von einem dieser kleinen Ständen, die überall an den Straßen stehen. Und zum Abendessen bin ich bei „Wendy’s“ eingekehrt, meinem ersten Haken auf der abzuarbeitenden Liste an Fast-Food-Ketten. Jetzt kann es morgen gut gestärkt mit dem Touri-Programm weitergehen.

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