Flowbiker Reunion

Zwei glückliche Flowbiker

Zwei glückliche Flowbiker

Reunion-Flow bei leichtem Nebel und drohendem Regen durch das malerisches Landschaftsbild hinter Steinheim zum Köterberg. Knapp zwei Wochen nach Max‘ Rückkehr nach Deutschland trafen wir uns zu einem besonderem Flow!

Morgen Stund‘ tut gut Wetter kund

Normalerweise klingelt bei mir auf einem Sonntag nicht um 8 Uhr das Handy, doch wir verabredeten am Vorabend wetterabhängig zu entscheiden, ob wir uns auf die Straße stürzen. Ein Blick aus dem Fenster genügte allerdings um den typisch deutschen Sommer zu sehen, der uns eine Fahrt erlauben sollte. Bei knappen 16 Grad, leicht feuchter Straße und Dunst am Horizont startete unsere Tour pünktlich um 9 Uhr am Remmighauser Gemeindehaus.

Durch die lippische Schweiz

Wir folgten dem Radweg entlang der B239 bis nach Horn Bad-Meinberg, wo wir uns gut und kontinuierlich warmfahren konnten. Schließlich bogen wir in Richtung Heesten ab und genossen die frische Briese, sowie das Gefühl wieder gemeinsam zu flown. Nur wenige Autos begegneten oder überholten uns, sodass wir bis Steinheim fast ungestört blieben.

Nördlich der B239

Der Köterberg im Nebel versteckt

Der Köterberg im Nebel versteckt

Ich freute mich, Max jene Wege präsentieren zu können, die ich durch Zufall bei einer Probefahrt im Auto entdeckt hatte. Hinter Steinheim führte unser Weg von der Lother Höhe, Ruensiek über Sommersell nach Oldenburg zum Köterberg. Die Straßen waren wunderbar  glatt und verkehrsarm, das Profil leicht wellig mit immer wieder kurzen Anstiegen, die zumeist direkt nach einer Abzweigung auf uns warteten. Langeweile kam so garantiert nicht auf, zumal wir uns auch einiges aus den letzten Monaten zu erzählen hatten.

Anstieg zum Köterberg

Von Niese aus nahmen wir den Aufstieg zum Köterberg in Angriff, hier nahm dann auch der Verkehr deutlich zu, denn der Köterberg ist mit seiner exponierten Lage ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer und Tuner. Langsam stiegen wir Meter für Meter in die Höhe und der Himmel bewölkte sich zunehmend, aber wir waren dank Wetterradar guter Dinge, dass wir vom Regen verschont bleiben würden. Der finale Anstieg vom Ort Köterberg bis zum Haus auf dem Gipfel kostete uns noch mal ein paar Körner. Unvergessen der kleine Zwischenstopp wegen der übersprungenen Kette von Max, weswegen wir mitten in der steilsten Steigung anhalten und wieder anfahren mussten. :-) Oben angekommen kamen wir in den Genuss der Geräuschkulisse alter Motorräder und einem Brezen für 2,5 €, welcher das scheinbar einzige Genussmittel mit angemessenem Preis-Leistungsverhältnis war.

Südlich der B239

Nach der schönen, schnellen Abfahrt vom Köterberg überquerten wir mal wieder die B239 nach Marienmünster-Vörden, wo ich mir aufgrund der gefühlten Erschöpfung an der Tankstelle einen Schokoriegel gönnen wollte. Dank der Begleitung durch Max verwarf ich diesen Gedanken jedoch recht schnell und war fortan stolz, meinen inneren Suchtreflex überwunden zu haben. Hinter Bredenborn folgten wir einem neu angelegten Radweg bis Entrup, wo wir wieder einen Anstieg erklommen, um in die Nähe des Aussichtsturmes zu gelangen. An  dieser Stelle übrigens eine ausdrückliche Empfehlung, diesen Turm mal zu besuchen. Nicht nur, dass er eine von weitem sichtbare Landmarke ist, die Holzkonstruktion und die ehemalige Verwendung als Telegrafenstation machen ihn sehenswert. Der Weg ist allerdings geschottert, sodass wir in mit unseren Rennrädern nicht besuchten.

Rund um Steinheim

Um Steinheim herum bedienten wir uns der riesigen Auswahl an Radwegen, die auf recht guten Wirtschaftswegen entlang der Emmer durch die Natur führen. Später bogen wir auf Max seine uralt-ehemalige Hausrunde, die uns durch Eichholz nach Vinsebeck führte, wo wir weiterhin auf dem Radweg blieben und parallel zu Fluss und Feld nach Heesten zurück gelangten.

Früher Start, langer Tag

Nach ca. 100km trennten sich unsere Wege und hinter uns lag eine wunderbare Tour, auf der wir vom Regen größtenteils verschont wurden. Durch unseren frühen Start in den Tag verblieb uns noch sehr viel Zeit vom restlichen Tag, was ich persönlich durch langes Schlafen und spätes starten nicht gewöhnt bin. Vielleicht starte ich demnächst öfter mal früher…

Die Tour auf Strava