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Festive 500 2020

Tag 3: Kaiserwetter und Voralpenfeeling pur

Auch heute ging es wieder vorrangig über Wirtschaftswege, auch einige neu entdeckte – wie hier zwischen Buke und Schwaney

Die Anzahl der Aktivitäten auf Strava steigt seit Heiligabend wieder stark an, das Festive 500 scheint alle zu bewegen. Zwar sind da auch einige virtuelle Runden dabei – das hat Rapha erstmals erlaubt – doch jeder weiß, dass diese Challenge natürlich nur draußen gefahren wird. Glücklicherweise zeigte sich heute das Wetter wieder von seiner besten Seite. Den stürmischen Tag gestern habe ich ausgelassen, dafür gab es jetzt Sonne pur und schon wieder fast trockene Straßen.

Über meine heimatliche Hausrunde ging es erst Richtung Altenbeken, auch heute erst wieder gegen den Wind, um auf dem Rückweg dann den Rückenwind auszunutzen. Dabei ist es natürlich von Vorteil, sich in Anstiegen vor dem Wind zu verstecken, um ihn dann auf der Ebene wieder mit voller Power im Rücken zu haben. Hinter Altenbeken bog ich Richtung Buke ab, jetzt wieder auf neuen Wegen, auch hier habe ich einige Komoot-Highlights auf Wirtschaftswegen entdeckt.

Kaiserwetter zwischen Feldrom und Kempen – und ich Trottel hatte aufgrund des Wetterberichts statt meiner Sonnen- nur die durchsichtige Brille aufgesetzt

Und ich wurde nicht enttäuscht: Traumhafte Ausblicke, wieder einmal pures Voralpen-Feeling. Das I-Tüpfelchen: Kurz hinter dem Gipfel der Strecke zwischen Schwaney und Herbram tauchten im Vordergrund Kapelle, Scheunen und unzählige Kruzifixe, im Hintergrund ein endloser Blick bis zum Sauerland auf. Dann die wunderschöne Abfahrt nach Dahl mit den in Sepia-Licht getauchten Serpentinen – ich kann mir das Lächeln nicht verkneifen. Manchmal braucht es so wenig, um glücklich zu sein.

Blick bis ins Sauerland hinter Schwaney

Eigentlich fehlen am Horizont nur die Silhouetten der hohen, steinigen Alpen. Mortirolo-Feeling gibt’s aber auch in Dahl: Plötzlich stehe ich vor einer 20 %-Wand. Da hilft auch der Wind nicht, der mich jetzt von hinten anschiebt. Dafür gibt’s ein anerkennendes Grinsen einer SUV-Mutti kurz vorm Ende des Anstiegs. Wieder über Wirtschaftswege und kurz vor Neuenbeken kommt dann das Highlight der Highlights: Dieser Wirtschaftsweg hat Serpentinen!

Heute mal nicht über Betonplatten durch die Senne

In Neuenbeken dann treffe ich auf zwei weitere Rennradfahrer, die ich erst überhole, ehe sie mich im Kreisverkehr wieder einholen. Ich bleibe mit genügen Abstand hinter den beiden, erst geben sie noch einmal Gas, aber dann schließe ich wieder auf. Bis Schlangen genießen wir drei den Rückenwind, dann biege ich Richtung Fürstenallee ab und schließlich in die Senne. Später drehe ich noch eine Runde über den Hermann, wo für Lockdown-Verhältnisse schon wieder viel zu viel los ist. Ansonsten war heute aber tatsächlich wenig los auf den Straßen, die Mischung aus Montag, Ferien und Lockdown ließ mich über lange Zeit, besonders südlich von Altenbeken, alleine die schönen Aussichten genießen.

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