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USA 2016

Den Regen aussitzen

Den ganzen Tag regnete es und ich war froh, keinen Schritt vor die Tür setzen zu müssen
Den ganzen Tag regnete es und ich war froh, keinen Schritt vor die Tür setzen zu müssen

In weiser Voraussicht hatte ich mir ja bereits zwei Nächte im Motel gebucht. Es hatte sich gelohnt: Heute saß ich den Regen ganz entspannt aus und musste nicht nass werden.

Netflix, Skypen und Relaxen

Regen, Regen, Regen – und zwischendurch sogar mal Blitz und Donner. Der Wetterbericht hatte Recht behalten und es goss den ganzen Tag durch. Und ich nutzte den gut gewählten Ruhetag, um mal ein bisschen zu entspannen. Ich schlief ein bisschen aus, genoss das bisher beste Motel-Frühstück (es gab sogar Waffeln!), arbeitete ein bisschen meine YouTube-Abobox ab, guckte Netflix, genoss den HBO-Anschluss und skypte mit meinen Eltern. Auch die Badewanne habe ich mal für wenigstens ein bisschen Spa-Feeling ausgenutzt.

Selbst die Pizza kam geliefert

Eigentlich wollte ich am Abend kurz raus und wenigstens die paar Meter zum nächsten kleinen Imbiss gehen, doch das Wasser lief quasi in Wasserfällen den Bürgersteig runter. Also doch den Lieferdienst von Pizza-Hut ausgenutzt. Bis auf das Frühstück und ein paar Blicken nach Draußen (und dem halben Versuch, zum Imbiss zu gehen) blieb ich also den ganzen Tag im Zimmer. Irgendwie ein bisschen komisch, mal so gar nichts zu machen. Jetzt gab es eben zum Tagesabschluss noch einmal den Tatort in der ARD-Mediathek – wenigstens mal ein bisschen Heimat-Feeling in die Bude bringen.

Aufregung vor den nächsten Etappen

Zum Glück soll es heute Nacht schon wieder aufhören, zu regnen. Und ab dann bleibt es auch erst einmal trocken, wenn auch etwas frisch und bedeckt. Doch für das nächste Wochenende sind schon wieder bestes Wetter und fast 30°C in Denver angekündigt – passend zu meiner dann hoffentlich stattfindenden Ankunft. Denn vor den nächsten 3,5 Etappen bis in die Stadt an den Rockies bin ich schon etwas aufgeregt. Heute habe ich die Zeit noch einmal genutzt, die Abschnitte genauer zu planen. Morgen versuche ich, bis Atwood zu kommen. Da es zum Zelten wahrscheinlich wieder etwas zu kühl ist und ich mittlerweile ganz schön faul geworden bin, gäbe es dort für alle Fälle zumindest ein Motel. Ab dann aber bis Denver laut Google Maps keins mehr.

Mehr Wasser und Kopfhörer im Gepäck

Ein Ziel für die zweite Etappe könnte dann Cope sein, wo es zumindest einen kleinen Supermarkt geben soll. Außerdem habe ich einen Dorfplatz und ein paar Kirchen gefunden, wo man eventuell campen könnte. Und von dort aus könnte ich binnen eines Tages bereits die ersten Vororte von Denver erreichen, wo es auch endlich wieder Zivilisation gibt. Meine Zweiliterflasche Dr.Pepper wird also definitiv zum Wassertank für die kommenden Tage durch menschenleere Prärie und Felder umfunktioniert. Ich hoffe, dass ich unterwegs weiterhin gutes Netz habe (bisher war Kansas immer bestens mit Mobilfunkmasten ausgestattet), damit ich berichten kann. Ich bin gespannt, wie das Fahren wird – schließlich geht es fast immer nur geradeaus. Immerhin woll ich Rückenwind haben. Zur Sicherheit packe ich schon mal die Kopfhörer in die Trikot-Tasche.

 

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