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USA 2016

Ich mag Chicago

Traumhafter Ausblick auf Chicagos Downtown vom Navi Pier
Traumhafter Ausblick auf Chicagos Downtown vom Navi Pier

Bei frischem Wetter stand heute ein eher ruhiger Bummel-Tag durch Chicago an. Doch bereits nach wenigen Minuten in der Stadt stand für mich fest: Hier gefällt es mir.

Vorbereitungen am Vormittag

Gestern Abend begrüßte mich Chicago übrigens noch mit einem heftigen Gewitter. Doch als wäre nichts gewesen weckte mich die Metropole heute Morgen mit strahlendem Sonnenschein – wenn auch trotzdem bei frischen Temperaturen und kaltem Wind. Da ich keinen Schlüssel habe und entsprechend die Wohnung nicht einfach verlassen kann, nutzte ich den Vormittag schon einmal mit der Vorarbeit für die kommenden Etappen bis Kansas City. Es wird eine lange Tour durch viel mittleren Westen – wahrscheinlich werde ich etwa eine Woche unterwegs sein. Nachdem alle GPS-Tracks gespeichert waren, ging es aber endlich los in Richtung Innenstadt.

Die Crown Fountain ist eine Mischung aus Brunnen und Video-Installation
Die Crown Fountain ist eine Mischung aus Brunnen und Video-Installation

Ab unter die Touristen

Schnell noch ein Drei-Tages-Ticket gekauft und dann ab zum Bus. Cool: Der Bus fährt hier kurz noch durch das Wohngebiet und biegt dann direkt auf die Schnellstraße ab. In Express-Geschwindigkeit ist man also in der Innenstadt. Mein erstes Ziel war der Millenium Park, in dem auch die coole verspiegelte Bohne zu finden ist – eigentlich das, was ich bisher am meisten von Chicago gesehen habe. Vorbei an der „Crown Fountain“, einer anderen interessanten Skulptur, musste man eigentlich nur den Touristen-Strömen folgen. Schnell ein verzerrtes Selfie geschossen und dann lieber die Touristen beobachtet. Neben mir auf der Bank nahmen direkt zwei deutsche Frauen Platz – immer wieder interessant, diesen Gesprächen (natürlich gezwungenermaßen!) zu lauschen.

Erster Anlaufpunkt: The Bean - der Selfie-Magnet schlechthin
Erster Anlaufpunkt: The Bean (eigentlich „Cloud Gate“) – der Selfie-Magnet schlechthin

Hot Dogs und Trader Joe’s

Da es mittlerweile auch bereits Mittagszeit war und die Deep Dish Pizza vom Vorabend so langsam ihre Wirkung verlor, schlug ich den Weg Richtung River North zu „Portillos’s Hot Dogs“, einem mir von meiner Gastgeberin empfohlenen klassischem Restaurant. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Location war sehr cool mit ihrer ganzen Aufmachung und der Hot Dog auch nicht schlecht. Gestärkt ging es dann nur ein paar Blocks weiter zu Trader Joe’s, meinem neuen Lieblingsladen hier (neben Walmart) – besonders nachdem ich herausgefunden habe, dass das tatsächlich eine Tochtergesellschaft von Aldi ist. Ich kannte zwar die Trader Joe’s-Produkte aus deutschen Aldi-Filialen, habe aber nie weiter darüber nachgedacht. Immerhin unterscheiden sich beide Ketten stark voneinander: Während man bei Aldi vor allem günstig wegkommt, stehen bei Trader Joe’s besonders gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel im Vordergrund – meist Eigenmarken. Bananen sind hier äußerst günstig und die Clif Bars kosten nur 99 Cent, was mich immer in den Laden treibt. Der Rest ist leider sehr teuer – sonst hätte ich mal wieder viel mehr gekauft. Am Ende kam ich auch noch irgendwie mit der Kassiererin und den Kunden hinter mir ins Gespräch und wir quatschten etwas über die Tour.

Pures Chicago-Feeling und klassische Hot Dogs im Urgestein "Portillos"
Pures Chicago-Feeling und klassische Hot Dogs im Urgestein „Portillos“

Ein bisschen Schwäbisch

Mit voller Einkaufstüte ging es weiter zum Navi Pier, von dem man einen wunderbaren Blick auf die Skyline Chicagos hat. Außerdem konnte man sich hier wunderbar auf Liegebänken entspannen. Und wieder: Kurz nachdem ich mich in die Sonne gelegt hatte, kamen Deutsche Touristen an – Schwaben. Sie haben sogar ihr eigenes Essen mitgebracht. Irgendwann hatte ich aber genug Dialekt gehört und Fotos geschossen und machte mich wieder auf in die Stadt. Hier war es übrigens dank der vielen Hochhäuser weitaus windiger als auf dem Pier. Dennoch gefallen mir die vielen Skyscraper und auch die gesamte Mischung der Architektur hier ganz gut. Besonders herausstechend war mal wieder der Trump Tower, der natürlich direkt am malerischen Chicago River erbaut wurde. Muss da etwa jemand etwas kompensieren?

Darf auch direkt am Chicago River nicht fehlen: Eins von Trumps riesigen Aushängeschildern
Darf auch direkt am Chicago River nicht fehlen: Eins von Trumps riesigen Aushängeschildern

Frierende Beine

Abschließend schlenderte ich noch ein wenig durch die Straßen, wechselte noch einmal die Uferseite Richtung Süden und nahm am Ende wieder den Expressbus zurück nach Hyde Park. Mit der kurzen Hose wurde es dann doch etwas frisch. Morgen soll es immerhin endlich wieder über 20°C werden – ich bin gespannt. Auf dem Plan stehen zuerst der Campus der Uni, der auch zwei Museen und die Bibliothek aus Divergent zu bieten hat. Nachmittags soll es dann nochmal in den nördlichen Teil der Stadt gehen.

Nein, nicht Gotham City
Gotham City? Leider ist mir Batman bisher nicht begegnet

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