100km im Ostwind

100km im Ostwind

Im Training auf der Rolle verzeichne ich deutliche Fortschritte, aber auf der Straße bewegte ich mein Canyon dieses Jahr erst 50km. In meinem Kopf setzte sich das Ziel fest, direkt auf 100km zu erhöhen. Für diesen Samstag meldete der Wetterbericht 8 Sonnenstunden und milde Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunktes. Gute Voraussetzungen für einen Einstieg auf die 100km-Distanz.

Start um 09 Uhr

Geplant war eine, für meine Verhältnisse, frühe Abfahrt um 09 Uhr. Der Blick aus dem Fenster war allerdings unbefriedigend – es war grau und nebelig. So folgte ich meinem inneren Schweinehund und startete erst nach Mittag.

Start um 13 Uhr

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Die Kälte setzt Mensch und Maschine zu

Nur aufgeschoben und nicht aufgeschoben. Mit der neuen GORE Windstopper-Bekleidung gewappnet startete ich optimistisch auf die Runde. Es war allerdings immer noch bewölkt und leicht nebelig. Ein wenig verarscht fühlte ich mich schon vom Wetterbericht…

Aufbruch Richtung Senne

Die ersten Meter fühlten sich gut an. Wesentlich weniger Zugluft unterhalb der Kleidungsstücke war zu verspüren, die neuen Sachen erfüllen also ihren Zweck. Das Canyon rollte auch unglaublich gut und ich stellte mir die Frage, warum ich in den letzten Monaten so wenig gefahren bin?

Alte Liebe wiederentdeckt

Alles fühlte sich unglaublich leicht an, die Kondition konnte ich also auf der Rolle steigern. Nicht jedoch meine Kraftausdauer. Kaum war ich an den Donoper Teichen vorbei klebte ich förmlich an der Steigung zum Truppenübungsplatz. Erstmals verfluchte ich meine Zweifach-Kurbel. Irgendwann gelangte ich aber in einen Modus, wo ich die Gedanken abgeschaltet habe und nur noch gleichmäßig in die Pedale trat.

Der Flow ist zurück

Kopfsteinpflaster in der Senne

Kopfsteinpflaster in der Senne

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Panzerringstraße bei Staumühle

Wunderbare Wege fuhr ich durch den Truppenübungsplatz, beobachtete dabei Natur, Tiere und Militäranlagen. Ab und zu schoss ich auch ein Foto, was sich mit kalten Fingern teilweise sehr schwierig anstelle. Denn nach 2,5h hatte die Kälte Hände und Füße richtig durchdrungen, sodass es Zeit für einen Energieriegel wurde, den ich letztes Jahr von Max geschenkt bekam. Sehr lecker und wird daher garantiert nachbestellt oder selbst nachgebacken.

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Have a break at mandalay bay

Die letzten harten Meter

Die Höhenmeter von Altenbeken nach Feldrom setzten meinen Beinen stark zu. So viel Laktat war ich nicht mehr gewöhnt. Ich merkte, wie sich der Flow verabschiedete und es immer mehr zu einem Kampf mit den Gedanken wurde. Ich habe zwar keine Ahnung wie, aber ich kam zu Hause an und lud meine Tour auf Strava hoch. Die Überraschung: Der Schnitt ist für Temperatur und Trainingszustand recht ansehnlich. Ich freue mich auf die nächste 100km Runde – ein erster Gedanke wohin sie mich führen kann existiert schon!

Die Tour auf Strava.