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Philipp

Einmal fix(ed) durch Lippe

Der geneigte Leser mag festgestellt haben, dass ich lange keinen Artikel verfasst habe. Das lag zum Einen an meiner Mitgliedschaft im Fitnessstudio, wo ich mich eigentlich nur die Wintersaison 12/13 fit halten wollte,  als auch an mangelnder Zeit und Motivation mich nach Arbeit und Studium noch auf das Rad zu schwingen.

Diese grausige Zeit ist nun zum Glück vorbei, denn ich habe die Radsaison mit dem Kauf eines Fixies eingeläutet. Dienen wird es mir weniger als primäres Sportgerät, denn als urbanes Fortbewegungsmittel. Das Fixie Inc. Floater kostete mich ca. 300€, somit muss ich auch nicht jedes Mal schwitzen, wenn ich es in der Öffentlichkeit abstelle.

Da ich noch nie fixed gefahren bin, musste ich dies schnell ausprobieren und fuhr direkt eine Runde durch die Dunkelheit über Diestelbruch, Fissenknick und Horn. Zum Glück verfügte der Akku meiner Ixon IQ Speed noch über ausreichend Strom, um unangenehme Begegnungen mit Elchen, Wölfen und Waschbären zu vermeiden. (jaja, das alles gibt es im Lippischen ;-) )

Recht früh (nach 800m) durfte ich feststellen, dass fixed fahren um einiges anstrengender, fordernder und intensiver ist, als herkömmliches pedalieren. Minimale Steigungen, die man mit einer Schaltung und hoher Frequenz mühelos, ja sogar unbemerkt, passiert, werden plötzlich wahrnehmbar und fordern vollen Einsatz. Mit dem extra schmalen Lenker des Rades zeigt sich sogar der Wiegetritt als Herausforderung. Doch Steigungen sind nicht das einzig Herausfordernde. Bergabpassagen, wie sie hinter Diestelbruch und Fissenknick lauern, sind besonders fies. Die Pedale drehen sich dort mit solcher Wucht, dass ein anständiges pedalieren nicht mehr möglich ist. Ich hing permanent an der Bremse und konnte kaum mit Gegendruck bremsen, wie es in der Stadt zuvor gut geklappt hatte. Die Folge: Meine Schuhe lösten sich aus der Bindung und ich saß, wie ein Cowboy auf dem Bullen und versuchte krampfhaft nicht abzufliegen … Anfängerfehler …

Nachdem ich zu Hause angekommen war, baute ich das Rad dank Flip-Flop-Nabe auf Singlespeed um. So kann ich zumindest Stressfrei zu meiner Freundin fahren, ohne dass ich an den Bergabpassagen wieder zu Schaden komme :p Das raubt zwar auf kurzen Strecken in der Stadt das „Fixe-Gefühl“, aber ich will auch nicht immer das Hinterrad wenden müssen, um stressfrei aus der Stadt rauszufahren.

Optisch gefällt mir vor allem der kleine 53er Rahmen und die für mich große Überhöhung. (12cm) Seht selbst :-)

Bei Nacht
Bei Nacht

 

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